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Bridgerton [Rezension Staffel 1]


Redaktion
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Rauschende Bälle, skandalöse Klatschgeschichten und vor allem große Emotionen - „Bridgerton“ entführt Fans in die Londoner High Society des frühen 19. Jahrhunderts. Kritiker bezeichnen die Serie häufig als einen Mix aus „Gossip Girl“ und den Romanen von Jane Austen. Wir stellen euch die Story rund um die Geschwister Bridgerton genauer vor.

„Bridgerton“ feierte am 25. Dezember 2020 auf Netflix Premiere und wurde innerhalb weniger Wochen zu einer der erfolgreichsten Serien auf dem Streamingdienst. Es ist das erste Projekt, welches aus der Zusammenarbeit von Netflix mit Shonda Rhimes - unter anderem Schöpferin von „Grey's Anatomy“ - entstand. Die Serie basiert auf einer Romanreihe der Autorin Julia Quinn. Die acht Bücher stellen jeweils eines der acht Kinder der Familie Bridgerton in den Vordergrund und begleiten die wechselnden Hauptcharaktere auf ihrem Weg in den Hafen der Ehe. Der erste Roman der Reihe mit dem Namen „Der Duke und ich“ erzählt die Geschichte von Daphne, älteste Tochter und viertältestes Kind im Haus. Und so ist sie auch die Hauptfigur zum Start der Serie.

Die Handlung im Überblick

Der Heiratsmarkt des britischen Adels und der Oberschicht im Jahr 1813 ist heiß umkämpft. Vor allem die Mütter angesehener Familien sind stark daran interessiert, ihre Kinder bestmöglich unter die Haube zu bringen. Lady Violet Bridgerton (gespielt von Ruth Gemmell) rechnet sich beste Chance für ihre Tochter Daphne (Phoebe Dynevor) aus, nachdem diese von Königin Charlotte persönlich bei der jährlichen Vorstellung der Debütantinnen als Diamant erster Güte bezeichnet wird. Doch Daphnes ältester Bruder und Familienoberhaupt Anthony (Jonathan Bailey) hat ganz eigene Pläne für die Zukunft seiner Schwester. Er weist sämtliche Anwerber von Daphne ab und möchte sie mit dem wenig attraktiven und geistreichen Berbrook verheiraten. In ihrer Verzweiflung findet Daphne einen überraschenden Verbündeten: Den gerade eben nach London zurückgekehrten Simon Basset, den Duke of Hastings (Regé-Jean Page). Der überzeugte Junggeselle hat genug von den Avancen sämtlicher Frauen und schmiedet mit Daphne einen Pakt, eine Romanze vorzutäuschen, um beiden ein wenig Ruhe und Zeit zu verschaffen. Über all diesen Ereignissen schwebt die geheimnisvolle Lady Whistledown. Ihr anonym vor alle Haustüren geliefertes Klatschblatt bringt große Aufruhr in die noble Gesellschaft.

Eine gelungene Buchadaption mit Überraschungen

Während die Romane von Julia Quinn meist fast ausschließlich der Geschichte des jeweiligen Bridgerton Kindes folgen, geht die Serie von Netflix einen anderen Weg. Weitere Geschwister wie Anthony, Benedict und Eloise bekommen in Staffel 1 ebenso Aufmerksamkeit und erlebe ihre ganz persönlichen Dramen und Abenteuer. Diese Vorgehensweise von Shonda Rhimes und ihrem Team aus Drehbuchautoren kam besonders bei langjährigen Fans der Buchreihe gut an. Die Serie bleibt überraschend und aufregend, selbst wenn Zuseher die Hauptgeschichte bereits kennen. Hinzu kommt der kleine Mystery-Aspekt durch Lady Whistledown. Zu raten, welcher Charakter hinter dem Klatschblatt steckt, gibt der Story ein weiteres Element, welches zum Weiterschauen einlädt.

Egal ob alte oder neue Fans, sie alle sind sich einig: Der Duke of Hastings ist der Star der Serie! Sein Charme bezaubert die Zuschauer genauso wie Daphne und der Part wird von Regé-Jean Page erstklassig gespielt. Leider hat der britische Schauspieler mit simbabwischen Wurzeln eine Rückkehr in Staffel 2 bereits abgelehnt. Da sein Charakter in den restlichen Büchern kaum mehr erscheint, entschied sich Regé-Jean Page lieber neuen Projekten entgegenzusehen. Laut Insidern wird er gar schon als Kandidat für den neuen James Bond gehandelt.

Die Zukunft von „Bridgerton“

Mehr als 82 Millionen Haushalte haben laut Netflix die erste Staffel von „Bridgerton“ innerhalb des ersten Monats nach Erscheinungsdatum gesehen. Ein riesiger Erfolg, der dafür sorgte, dass nicht nur eine zweite Staffel bestellt wurde, sondern auch gleich Staffel 3 und 4. Die Serie wird sich an die Buchvorlage halten und in jeder Staffel die Geschichte eines anderen Bridgertons auf dem Weg zur wahren Liebe beleuchten. Staffel 2 nimmt Anthony ins Visier, der als Familienoberhaupt der Bridgertons nach einigen Affären endlich eine geeignete Ehefrau finden möchten.

Fazit

„Bridgerton“ ist eine aufwändig produzierte Serie, die Fans von historischen Liebesgeschichten rundum begeistert. Aber auch Zuschauer, die dieses Genre erst für sich entdecken, kommen ganz auf ihre Kosten. Ein moderner Soundtrack, ein internationaler Cast und die richtige Prise Humor heben „Bridgerton“ von anderen Filmen und Serien dieser Art ab. Das Ergebnis ist qualitativ hochwertiger Kitsch, der uns und sicher auch euch fantastisch unterhält.

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